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Sonntag, 26. Oktober 2014

Nazis und Hooligans demonstrieren in Köln gegen Salafisten

Der deutsche Mob tobt wieder. Die sich seit Wochen immer weiter aufheizende Stimmung gegen den - vermeintlich radikalen - Islam kulminierten heute in einer Demonstration von über 4.000 Nazis und Hooligans in Köln. Die »Hooligans gegen Salafisten«, kurz HoGeSa, haben dazu fan-szeneübergreifend mobilisiert und mit dem immensen Mobilisierungspotential nicht nur die völlig überforderte Polizei überrascht. Die Situation ist der Staatsmacht dabei geradezu entglitten und die Lage regelrecht eskaliert. Wartet die Polizei ansonsten zu Castor-Aktionen, zu Blockupy oder zu G8-Gipfeln mit Hundertschaften en masse auf, war davon heute, wo die Hooligans bereits seit über einer Woche zu Tausenden auf Facebook zum Erscheinen zugesagt hatten, nichts zu spüren. Die Polizei hat damit erneut unter Beweis gestellt, dass sie die Lage nicht im Griff hat und auch über nur sehr schlechte Informationen über die Szene verfügt.

Wir haben uns zusammen mit ca. 1.500 Antifaschist*innen auf der anderen Seite des Bahnhofs versammelt, um gegen die braune Suppe aus Nazis, Hooligans und Rockern zu demonstrieren. Vereinzelt haben immer wieder Nazi-Hools versucht, durch den Bahnhof zu den Gegendemonstrant*innen zu gelangen und sie zu provozieren. Einige haben es hinbekommen Fotos der Antifaschist*innen zu schießen, ehe sie, teils auch nach lautstarkem Protest, von Polizist*innen weggeleitet wurden. Im Anschluss an die Demonstration am Domvorplatz haben wir uns in einem großen und langem Zug in Richtung Friedensplatz begeben. Dabei wurden immer wieder antinazistische Parolen und Sprüche gerufen, Solidarität mit Kobanê bekundet und Passant*innen auf die faschistischen Hintergründe der eigentlichen Demonstration hingewiesen.

Nachfolgend einige Bilder von heute:

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